Ich hoffe mal dass meine beste Freundin auch das mit mir übersteht.
"Essstörung" lautet sie.
Ich selbst, bin nicht überzeugt davon.
Ich habe nicht die Figur einer Magersüchtigen und ich denke nicht so. Jedoch spielt meine Therapeutin etwas an, wovor ich Angst habe. Sie kennt mich seit über einem Jahr und weiß mit was ich unzufrieden bin und da ich seit einem Monat meine Art und Weise mich zu ernähren umgestellt habe, denkt sie ich könnte eine Essstörung entwickeln.
Ich habe ursprünglich mehr als 60, aber weniger als 67 kg gewogen aber das war mir zu viel. Ich möchte es nicht genauer veröffentlichen, aber so kann man sich etwas darunter vorstellen. Viele sagten mir dass ich so schön groß und schlank sei aber ich fand das nie so. Ich finde es nicht so. Wenn ich durch die Schule stolziere, mit falschem Selbstbewusstsein und einer aufgesetzten Maske, ziehe ich den Bauch ein und versuche möglichst nicht aufzufallen. Ich mag es nicht wenn mich viele anschauen, ich hasse es eigentlich im Mittelpunkt zu stehen aber trotzdem suche ich nach Anerkennung.
Wenn man mein Gewicht schätzt, liegt man bei unter 60kg.
Mein Idealgewicht ist 57kg aber mein Traum 55kg.
Abgehungerte Körper sind nichts für mich, ich möchte lieber dünn und sportlich sein.
Deswegen glaube ich nicht daran, Magersüchtig zu sein.
Jedoch liegt zwischen dem und dem Wort "Essstörung" ebenfalls ein Unterschied.
Ich esse alle 5h, dazwischen höchstens einen Apfel. Nach dem Essen darf ich mir ein Ministück Süßes gönnen (Kaugummis gehen trotzdem immer :)). Wenn mein Stundennrhythmus nicht mehr in Takt ist (andere Stundenzeiten oder Unzuverlässigkeit wenns ums Abendbrot geht) kriege ich die Kriese und werde wütend.
Aber lieber esse ich 7h nichts als früher zu essen. Ich verzichte auf viele Dinge, würde mich am liebsten nur noch von Früchten und Obst ernähren aber das geht natürlich auch nicht. Meine Mutter nimmt das alles nicht so ernst und sieht auch nie Veränderungen.
Genau wie mein Stiefvater, welcher mir immer unter die Nase reibt wenn ich ein Stück Schokolade esse.
Sie treiben mich übrigens ebenfalls in den Wahnsinn.
Das Schlimme an der ganzen Sache ist nur, dass ich nicht mehr viel essen kann. Sobald ich zu viel esse wird mir speiübel und ich kriege Angst zuzunehmen.
Ich will wirklich nichts entwickeln, ich habe Angst davor. Und ich hasse es.
Aber gleichermaßen weiß ich gar nicht mehr, wie ich ohne diesen Rhythmus leben soll. Wie ich auf dem Weihnachtsmarkt rumrennen soll und ne Zuckerwatte esse oder mir mal eine Pommes gönne.
Das ist so schwer verdammt.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
♥